Am 17.10.1997 fand im Gebäude der IBM Köln ein RTV-Treffen des Team OS/2 statt. Eine genau festgelegte Tagesordnung gab es nicht - die zu behandelnden Themen wurden jedoch größtenteils zuvor im RTV-Verteiler durchgesprochen. Beginn der Veranstaltung war 18 Uhr. Anwesenheitsliste: Name Team-Nr. RTV
für Die Leitung der Veranstaltung wurde von Andrea Widmann durchgeführt - unterstützt durch Andreas Claus Kistner. Als Schriftführer meldete sich Gregor Stübner. Die Veranstaltung begann pünktlich um 18 Uhr. Zu Beginn der Sitzung stellte Thomas Bayer die Frage, ob er für die Region München stimmberechtigt sei. Florian Hawlitzek (RTV München) hatte Thomas Bayer dazu Antworten auf einige Fragen mitgegeben. Es wurde beschlossen, bei den Abstimmungen zu klären, inwiefern Thomas Bayer für die Region München stimmen kann (in Abhängigkeit davon, ob sich die zur Wahl stehenden Themen mit dem Aufschrieb von Florian Hawlitzek decken). Andrea Widmann berichtete dann über die zukünftige Unterstützung des Team OS/2 durch die IBM. Das Team OS/2 erhalte in seiner jetzigen Form keine Geldmittel mehr von der IBM, was aber nicht heißen sollte, daß IBM das Team OS/2 gar nicht mehr unterstüzte. Vielmehr gäbe es eine Reihe von Änderungen: Zertifizierungen beispielsweise würden zukünftig nur noch von der IBM bezahlt werden, wenn die Prüfung bestanden wurde. Ansonsten wären pro nicht-bestandener Prüfung der aktuelle Satz zu entrichten. Bespiel: Würde eine der 4 notwendigen Prüfungen zum OS/2 Warp Engineer nicht bestanden werden, müßte der Prüfling zur Zeit 180,- DM zzgl. MwSt. bezahlen. Auch die vorbereitenden Schulungen würden zukünftig nicht mehr bezahlt werden. Anmeldungen zu Schulungen müßten zukünftig durch den RTV entgegengenommen werden. Dieser habe die Team OS/2 Mitglieder dem HQ zu melden. Schulungen könnten des weiteren nur durch "aktive" Team OS/2 Mitglieder in Anspruch genommen werden. Auf eine Zwischenfrage, wie ein "aktiver" Teamer genau definiert sei und wieviel aktive Team OS/2 Mitglieder es überhaupt gäbe erklärte Andrea Widmann, daß aktive Team OS/2 Mitglieder genau diejenigen seien, die die FAQ (Frequently Asked Questions) unterschrieben an das HQ zurückgesandt hätten. Derzeitig hätte das Team OS/2 etwa 1500 Mitglieder. Etwa 900 Mitglieder sandten die FAQ unterschrieben zurück, aber nur 600 Mitglieder erklärten sich mit der FAQ einverstanden. Ein passives Mitglied könne nicht für die IBM auf Messen gehen, erhalte keine verbilligte Software und könne nicht an den vergünstigten Schulungen teilnehmen. Andrea erklaerte, dass ein Teamer an Veranstaltungen, Schulungen etc nur teilnehmen kann, wenn es sein RTV gutheissen und dies befuerworten wuerde und daß es der RTV im einzelnen zu entscheiden habe. Unter anderem deshalb gäbe es für die RTV eine kostenlose Pflichtschulung in "Personalführung und Persönlichkeitsbildung". Lediglich Anfahrt und Hotel seien selbst zu tragen. Die erste Schulungsmöglichkeit bestünde voraussichtlich im November/Dezember dieses Jahres, eine weitere evtl. im Frühjahr in Frankfurt. Der Begriff "Pflichtschulung" sei so zu verstehen, daß sich Andrea "ihre Gedanken machen würde", wenn ein RTV auch nach dem 2. Jahr die Schulung nicht in Anspruch genommen hätte. Zum Bereich Schulung/Software führte Andrea weiter aus, daß es in gut begründeten Fällen möglich sei, von der IBM kostenlose Schulungen und Software zu erhalten, dies aber nicht die Regel sei. Als Beispiel einer solchen guten Begründung wurde ein Entscheidungsträger einer Firma genannt, der plant, ein IBM-Produkt in seinem Betrieb einzusetzen. Auch zu Weiterbildungszwecken für Teamer sei es möglich, kostenlos Software zu beziehen. Dies müsse jedoch - um Missbrauch vorzubeugen - jeweils im einzelnen geprüft werden. Für kostenlos bezogene Software sei es zukünfig auch nicht mehr notwendig, einen Testbericht zu verfassen. Des weiteren würden sich diese Förderungen nicht nur auf OS/2-Produkte beziehen. So sei es durchaus möglich, auch Schulungen und Software für den Bereich AIX, NT etc. zu erhalten. Eine weitere Änderung ergäbe sich bei der Teilnahme von Team OS/2 Mitgliedern bei Messen und Veranstaltungen. Künftig würden Team OS/2 Mitglieder nicht mehr eigenständig auftreten, sondern von der IBM für den Zeitraum der Messe eingekauft werden. Die IBM vergüte dies mit 300,- DM pro Tag und würde zusätzlich Übernachtungs- und Anfahrtskosten sowie einen Spesensatz von 46,- DM pro Tag bezahlen. Das jeweilige Team OS/2 Mitglied wäre damit für den Zeitraum der Messe als IBM-Mitarbeiter eingestuft. Gleichzeitig beschränke sich das Einsatzgebiet auch nicht mehr auf OS/2, auch andere Einsatzmöglichkeiten seien möglich. Anfragen für Messen würden über den RTV-Verteiler verbreitet werden. Der RTV habe die Möglichkeit, Empfehlungen auszusprechen. Es wurde darauf hingewiesen, daß der Satz von 300,- DM pro Tag über dem üblichen Satz für solche Einsätze läge. Die IBM würde Mitglieder des Team OS/2 aufgrund überwiegend positiver Erfahrungen bevorzugt "einkaufen". In einer allgemeinen Diskussion, welche Änderungen sich durch diesen neuen Status der auf den Messen vertretenen Team OS/2 Mitgliedern ergeben, spielte vor allem die Haftungsfrage eine Rolle. Als Beispiel wurde die Haftungsfrage bei Sachbeschädigungen aber - noch gravierender - auch die Frage bei Personenschäden auf Messen und anderen Veranstaltungen angesprochen. Zur Veranschaulichung wurde das Problem genannt, wenn sich ein Team OS/2 Mitglied während einer Veranstaltung verletzt und ggf. dauerhafte Schäden behält. Das Team OS/2 hätte in seiner jetzigen Form rechtlich gesehen den Status einer GBR. Damit gäbe es kaum Möglichkeiten, die Mitglieder im Schadensfalle zu schützen. IBM-Mitarbeiter hingegen seien auf Messen durch die IBM geschützt. Ein weiterer Diskussionspunkt bestand in der zukünftigen Selbstfinanzierung des Team OS/2. Da von der IBM keine Geldmittel zu erwarten seien, fehle dem Team OS/2 Geld für grundlegende Aktivitäten. Als Beispiele wurden hier Gelder für Ausweise, für Mailings, den Domain-Namen "teamos2.de" und andere zukünftige Aktivitäten wie z.B. dem Schalten von Anzeigen in der c't oder dem Aufbau eines Notes-Netzes genannt. Es wurde lebhaft diskutiert, welche Möglichkeiten es gäbe, diese beiden existentiellen Probleme - Finanzen und Haftung - zu lösen. Detlef Schebel, der diese Probleme in Form eines regionalen Vereins bereits gelöst hat, hielt einen Vortrag, mit welchen Problemen eine eventuelle Vereinsgründung verbunden wäre. Detlef Schebel schilderte zunächst die allgemeinen Voraussetzungen zur Gründung eines Vereines, insbesondere, wenn der Verein den Status "gemeinnützig" erhalten soll. Als Beispiel sei die Gründungsveranstaltung mit 7 Gründungsmitgliedern und die Satzung genannt. Letztlich gelangte Detlef Schebel zu der Ansicht, daß die Gründung eines Vereins wesentlich einfacher sei, als allgemein angenommen werde. Als Vorteile eines Vereines nannte er unter anderem die dadurch zwangsläufig entstehenden geordneten Strukturen und die damit festgelegte Zuständigkeit, beispielsweise bei Geldfragen durch einen Kassenwart und einen Kassenprüfer. Neben der finanziellen Absicherung durch Mitgliedsbeiträge würden sich weitere Vorteile ergeben, beispielsweise dadurch, daß Verbrauchsmaterialien steuerlich absetzbar wären und daß eher mit Spenden durch Firmen zu rechnen sei. A. C. Kistner schloß nicht aus, daß die IBM einen Verein ggf. in Form einer Spende mit Geldmitteln unterstützen würde. Es wurde nun darüber diskutiert, wie ein Verein im Falle des Team OS/2 aussehen könnte. Hier gäbe es z.B. die Möglichkeit mehrerer kleinerer Vereine mit einem Dachverband. Die einzelnen Vereine könnten einen Teil der Gelder an den Dachverband abführen. Hier bestünde eines der Probleme darin, daß einzelne Regionen nicht genügend Mitglieder für eine Vereinsründung haben. Eine zweite Möglichkeit bestünde in einem einzigen großen Verein - ggf. mit Ortsgruppen -, wobei es hier die bereits existierenden Vereine berücksichtigt werden müßten. In einemgroßen Verein könnten die Ortsgruppen durch die bisherigen RTV vertreten werden. Nach längerer Diskussion fassten Andrea Widmann und A. C. Kistner Vor- und Nachteile einer Vereinsgründung zusammen. Wesentliche Punkte, die für die Vereinsgründung sprachen, waren o Das Finanzierungsproblem des Team OS/2 o Die Tatsache, daß Firmen gegenüber einem e.V. in der Regel aufgeschlossener in Bezug auf Spenden seien. o Daß durch die Mitgliedsbeiträge Dateileichen und "Schnorrer" des Teams verwiesen werden könnten. o Die Haftungsfrage in unserer jetzigen Form als GBR o Eine klar definierte Zuständigkeitsfrage Nach der Zusammenfassung erhielt jeder RTV 2 Minuten Sprechzeit, um seine Meinung bzgl. einer Vereinsgründung zu äußern.
Viele RTV's bemerkten, daß sie und die ihnen zugehörigen Teamer zuvor gegen eine Vereinsgründung waren, daß sie sich nun aber, insbesondere wegen der beiden Hauptprobleme (Haftung und Finanzierung) für einen Verein aussprechen würden. Einige RTV bemerkten, daß sie nur ihre eigene Meinung wiedergeben könnten, nicht die Meinung der Teamer in ihrer Region. Andrea Widmann fasste die Vorschläge zusammen, die von den einzelnen RTV genannt wurden: o Grassroot Organisation o Viele kleine Vereine o Kleine Vereine mit Ortsgruppen o Ein großer Verein mit vielen kleinen Vereinen o Ein einzelner großer Verein mit Ortsgruppen Über diese Vorschläge wurde nun per Handzeichen ein Meinungsbild erzeugt. Bei der abschließenden Wahl sollten zwei der 5 Vorschläge zur Wahl stehen. Die Wahl fiel nach dem Meinungsbild auf die Punkte o Ein großer Verein mit vielen kleinen Vereinen o Ein einzelner großer Verein mit Ortsgruppen zwischen denen jetzt wieder per Handzeichen abgestimmt wurde. Es wurde mit aboluter Mehrheit für einen einzelnen großen Verein mit Ortsgruppen gestimmt.
Per Handzeichen wurde wieder mehrheitlich vorgeschlagen, daß die Gründungsveranstaltung des Vereines durch die beim RTV-Treffen anwesenden RTV durchgeführt werden soll. Als Sitz des Vereines wurde Köln vorgeschlagen. Als Namensgebung wurde "Team OS/2 Deutschland e.V." beschlossen. A. C. Kistner klärt hierbei die rechtlichen Belange bzgl. des Wortes "Team OS/2" bzw. "OS/2" im Namen "Team OS/2 Deutschland e.V.". Zur Vorbereitung der Satzung und der Gründungsveranstaltung meldeten sich 6 Personen, die einen Arbeitskreis bilden: Name Team-Nr. RTV
für Unklar war der Status der beiden bereits bestehenden Vereine, wobei die Abstimmung klar ergab, daß keine regionalen Vereine (unter einem Dachverband/-verein) gewünscht waren! Die Vereine versuchen, innerhalb ihres Vereines und in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis eine Lösung zu finden. Rechtlich gesehen ist der Name "Team OS/2" durch A. C. Kistner geschützt. Die Veranstaltung war um 21.55 Uhr beendet.
21.10.1997 / 27.10.1997 Gregor Stübner
© in 1997 by Team OS/2 3-Länder-Eck
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